Wir zerlegen Ihre Möbel vor dem Tragen und bauen sie am Ziel wieder auf. Die Montage ist eine eigene Zeile, ab 19 € je Stück, und sie tritt neben die Zeile für das Tragen. Ein Kleiderschrank mit zwei Türen kostet damit 24 Euro für das Tragen und 19 Euro für die Montage, zusammen also 43 Euro. Welche Stücke das Zerlegen wert sind, entscheidet nicht das Möbel, sondern die engste Stelle auf dem Weg.
Montage ab 19 € je Stück
Zwei Zeilen je zerlegtem Stück
Beschläge beutelweise am Stück befestigt
Akkuschrauber und Beschlagkiste fahren mit
Aufbau am selben Tag am Ziel
Montagezeile
ab 19 € je Stück
Schrank, Tragzeile
24 € je Stück
Schrank mit Montage
43 €
Dritte Kraft, Alternative
ab 59 €
Schlafzimmer in einem Altbau der Dachauer Altstadt, zerlegt und wieder aufgebaut
Grundposten: Anfahrt, Wagen und zwei Kräfte
119 €
1 Kleiderschrank, großes Stück, getragen
24 €
1 Kleiderschrank, zerlegt und wieder aufgebaut
19 €
1 Doppelbett, großes Stück, getragen
24 €
1 Doppelbett, zerlegt und wieder aufgebaut
19 €
Summe mit beiden Montagezeilen
205 €
Zwei Stücke, vier Zeilen. Wer selbst zerlegt und aufbaut, streicht die beiden Montagezeilen und zahlt 167 Euro.
Warum ein zerlegtes Stück zwei Zeilen bekommt
Tragen und Montieren sind zwei verschiedene Arbeiten, und sie werden auch getrennt berechnet. Die Tragzeile richtet sich nach der Klasse des Stücks und bezahlt den Weg vom Zimmer in den Wagen und zurück. Die Montagezeile bezahlt Schraubenschlüssel, Dübel, Beschlagbeutel und die Zeit, in der niemand etwas trägt.
Das klingt nach doppelter Abrechnung, ist aber das Gegenteil davon. Weil beide Zeilen einzeln dastehen, können Sie jede einzeln streichen. Wer seinen Schrank am Vorabend selbst zerlegt und am Zielort selbst aufbaut, zahlt nur die Tragzeile. Wer die Teile nur abschrauben, aber nicht wieder aufbauen will, sagt das, und wir notieren eine halbe Sache nicht als ganze.
Wichtig ist die Reihenfolge der Klasse. Ein Schrank bleibt in seiner Trageklasse, auch wenn er zerlegt ist: er zählt als ein großes Stück und nicht als sechs Bretter. Sonst würde Zerlegen die Liste künstlich verlängern, und niemand würde es mehr machen lassen.
Welche Stücke das Zerlegen lohnen
Die Frage entscheidet sich an der engsten Stelle zwischen Zimmer und Wagen, nicht am Möbel. Messen Sie drei Dinge: die lichte Breite der Wohnungstür, die Breite des Flurs an der Stelle, wo er abknickt, und bei einer gewendelten Treppe die Diagonale im Treppenauge. Passt die kleinste dieser Zahlen nicht zur Diagonale des Schranks, muss zerlegt werden, und dann ist die Frage beantwortet.
Es gibt Stücke, bei denen sich das Zerlegen fast immer lohnt. Ein Kleiderschrank mit zwei Türen ist einer davon, weil der leere Korpus sich verwindet und eine Ecke verträgt kein Hebeln. Ein Doppelbett ist ein anderer, weil der Rahmen länger ist als jeder Flur breit. Eine Schrankwand gehört ohnehin dazu, denn sie ist aus Teilen gebaut und wird als Teile getragen.
Und es gibt Stücke, bei denen Zerlegen reine Geldverschwendung ist. Eine Kommode trägt man mit herausgenommenen Schubladen durch jede Tür. Ein geschraubtes Regal aus Spanplatte verliert bei jedem Auseinanderbauen Haltekraft, weil die Schrauben dasselbe Loch nicht zweimal mögen. Bei einem Sofa bringt das Abschrauben der Füße zwei Zentimeter, und zwei Zentimeter rechtfertigen keine Zeile.
Montage oder dritte Kraft - die Rechnung dazu
Wenn ein Stück im Ganzen schwer, aber grundsätzlich transportabel ist, stehen zwei Wege offen. Entweder wir zerlegen es, dann kostet das ab 19 € je Stück. Oder wir nehmen eine dritte Kraft mit, und die kostet ab 59 € je Auftrag. Beide Zeilen stehen vorher im Angebot, und Sie wählen aus.
Für ein einzelnes Stück ist Zerlegen günstiger, das ist einfache Arithmetik: 19 Euro gegen 59 Euro. Die dritte Kraft lohnt erst, wenn mehrere schwere Stücke zusammenkommen, denn sie fällt einmal je Auftrag und nicht je Stück. Bei vier großen Stücken über zwei Obergeschosse ohne Aufzug ist sie der klar bessere Weg.
Es gibt Fälle, in denen wir die dritte Kraft trotzdem empfehlen, obwohl sie teurer ist. Alte Eichenschränke aus dem Elternhaus lassen sich oft nicht sauber zerlegen, weil sie gezapft und nicht geschraubt sind. Da ist das Risiko beim Auseinandernehmen größer als beim Tragen. Wir sagen das beim Rundgang, und die Entscheidung bleibt bei Ihnen.
Wie wir mit Beschlägen umgehen
Der häufigste Grund, warum ein Schrank nach einem Umzug wackelt, sind verlorene Beschläge. Jede Verbindung bekommt bei uns einen Beutel, der Beutel bekommt eine Beschriftung, und der Beutel wird an dem Teil befestigt, zu dem er gehört. Nicht in eine Sammelkiste, denn die Sammelkiste ist am Ziel ein Rätsel.
Rückwände behandeln wir gesondert. Dünne Hartfaserrückwände überleben das Abnehmen selten, weil die Stifte das Material ausreißen. Wir lassen sie deshalb möglichst am Korpus, wenn es die Diagonale erlaubt. Muss die Rückwand ab, sagen wir vorher, dass sie ersetzt werden sollte, statt es hinterher als Mangel zu entdecken.
Am Ziel bauen wir am selben Tag wieder auf, und zwar bevor wir fahren. Ein zerlegter Schrank, der über Nacht als Bretterstapel im Wohnzimmer steht, ist kein erledigter Auftrag. Türen werden eingehängt, Böden eingesetzt, Scharniere nachgestellt. Erst dann hakt die Montagezeile ab.
Vier Maße, die Sie uns vorab geben sollten
Lichte Breite der Wohnungstür, also zwischen den Türbacken gemessen
Engste Flurbreite, meist dort, wo der Flur abknickt
Diagonale im Treppenauge bei gewendelter Treppe
Höhe, Breite und Tiefe des größten Schranks
Montage ohne Umzug
Wir bauen auch Möbel auf, die gar nicht von uns gefahren wurden. Ein gelieferter Schrank aus dem Karton, ein Bett aus dem Möbelhaus, ein Regal, das seit Wochen im Flur lehnt. Dann besteht die Liste aus dem Grundposten und einer Montagezeile je Stück, Tragzeilen fallen keine an, weil nichts transportiert wird.
Rechnen Sie es durch: drei aufzubauende Möbelstücke ergeben 57 Euro an Montagezeilen. Dazu kommt der Grundposten von 119 Euro, die Summe lautet 176 Euro. Das ist der gleiche Mechanismus wie beim Umzug, nur mit einer Zeilenart weniger.
Für diesen Fall gilt ein Hinweis, den wir vorher geben: wir brauchen die vollständige Aufbauanleitung und alle Beschläge. Fehlt ein Mitnehmer oder ein Exzenter, können wir ihn nicht herbeizaubern, und ein halb aufgebauter Schrank wird am Ende doch zur zweiten Anfahrt. Prüfen Sie den Beutel, bevor wir kommen.
Lohnt das Zerlegen? Eine Einschätzung je Stück
Stück
Zerlegen sinnvoll?
Montagezeile
Kleiderschrank mit zwei Türen
ja, sonst geht er nicht durch die Tür
ab 19 € je Stück
Doppelbett mit Rahmen
ja, der Rahmen ist länger als jeder Flur
ab 19 € je Stück
Schrankwand in Teilen
ja, sie wird ohnehin als Teile getragen
ab 19 € je Stück
Esstisch mit Massivplatte
oft, die Beine ab und die Platte flach
ab 19 € je Stück
Kommode mit Schubladen
nein, Schubladen heraus genügt
keine Zeile
Geschraubtes Regal aus Spanplatte
nein, die Schrauben halten nicht zweimal
keine Zeile
Bruttopreise, Steuer inklusive. Ein Satz gilt für das Stück, nicht für die Minute und nicht für den Kubikmeter.
Fragen zum Zerlegen und Aufbauen
Nachgezählt
Zählt ein zerlegter Schrank als mehrere Stücke?
Nein. Er bleibt eine Tragzeile in seiner Klasse, auch wenn er in sechs Teilen durch das Haus geht. Dazu kommt die eine Montagezeile. Würden wir Bretter zählen, würde Zerlegen die Liste verlängern, und dann wäre die ganze Rechnung unehrlich.
Kann ich selbst zerlegen und Sie bauen nur auf?
Ja, und das rechnen wir auch nur halb an. Sagen Sie es bei der Anfrage, dann steht in Ihrem Angebot eine Aufbauzeile und keine vollständige Montagezeile. Umgekehrt geht es genauso: wir zerlegen, Sie bauen am Ziel selbst auf. Die vollständige Montagezeile berechnen wir nur, wenn wir beides machen.
Was kostet der Aufbau einer kompletten Schlafzimmereinrichtung?
Das hängt an der Zahl der Stücke, nicht an der Zimmerbezeichnung. Schrank, Bett, zwei Nachttische und eine Kommode sind fünf Stücke. Fünf Montagezeilen zu 19 Euro ergeben 95 Euro. Nachttische sind dabei der Posten, bei dem sich das Zerlegen fast nie lohnt.
Übernehmen Sie die Verantwortung, wenn ein alter Schrank beim Zerlegen bricht?
Bei Möbeln, die geschraubt oder mit Exzentern verbunden sind, ja, nach der gesetzlichen Haftung von Paragraf 451e HGB mit 620 Euro je Kubikmeter. Bei gezapften oder verleimten Altmöbeln weisen wir vorher darauf hin, dass sie nicht zum Zerlegen gebaut sind, und halten das schriftlich fest. Dann entscheiden Sie.
Bohren Sie auch Wandbefestigungen neu?
Kippsicherungen für Schränke und Regale setzen wir, denn die gehören zum sicheren Aufbau. Was darüber hinausgeht, also Küchenschienen, Wandregale, Fernsehhalterungen in Beton, machen wir nicht. Dafür fehlt uns die Ausrüstung, und ein schlecht gesetzter Dübel in der Wand ist kein Dienst.