Zwei Zeilen stehen fest, bevor jemand zählt
Auf einer Fernstrecke hat die Liste einen festen und einen beweglichen Teil. Fest sind der Grundposten und die Wegzeile. 119 Euro plus 329 Euro sind 448 Euro, und dieser Betrag steht, sobald die Entfernung bekannt ist.
Beweglich ist alles andere. Jeder Karton, jedes Möbelstück und jede Kleiderbox kommt mit ihrem Satz dazu, und zwar mit demselben Satz wie bei einem Umzug im Landkreis. Die Entfernung verändert hier nichts außer der einen Zeile, auch wenn sie bei 163,7 Kilometern groß geworden ist.
106 Minuten je Richtung, und was das für den Tag heißt
106 Minuten hin und 106 Minuten zurück sind 212 Minuten reine Fahrt. Diese Zeit steht auf keiner Zeile, bestimmt aber den Ablauf: wir fangen in Dachau früh an, damit am Ziel noch in Ruhe ausgeladen werden kann. Wie lange das Ausladen dauert, hängt an der Zahl der Zeilen und nicht an der Uhr.
Bei langen Listen stimmen wir vorher ab, wie der Umzug auf zwei Werktage verteilt wird. Das ist eine Frage der Planung und nicht des Preises. Die Wegzeile bleibt dieselbe, und ein zweiter Tag erzeugt keinen zweiten Grundposten.
Was Aussortieren hier bringt und was nicht
Jede gestrichene Zeile spart genau ihren Betrag, und zwar auf jeder Strecke gleich viel. Ein großes Möbelstück weniger sind 24 Euro weniger, nach Nürnberg so wie nach Karlsfeld. Wer also hofft, bei großer Entfernung besonders viel durch Aussortieren zu sparen, täuscht sich.
Was auf dieser Strecke tatsächlich zählt, ist die Entscheidung, ob ein Stück die 163,7 Kilometer wert ist. Ein durchgesessenes Sofa steht mit 24 Euro auf der Liste, gleich wie weit es fährt. Ob es diese Strecke wert ist, entscheiden Sie beim Rundgang mit der Liste in der Hand und nicht hinterher.